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da O., am 11. Januar 1933 aufgenommen, am 17. Dezember 1943 gestorben.

Kurt P., am 10. November 1937 aufgenommen, am 1. Dezember 1943 gestorben.

Marie P., am 4. Juli 1941 aufgenommen, am 19. Februar 1944 gestorben.

 



Die Opfer

Wenn man sich die Zeit nimmt, den in der Ausstellung beschriebenen Wegen der Opfer nachzugehen, erkennt man das Ausmaß der missbräuchlich ausgeübten Macht. Die Konfrontation mit den unvorstellbaren Gräueltaten der Täter und den Leiden der Opfer ist der Zweck dieser Ausstellung.

Die Patientin Ida B.
Frau B., geb. 1895, wurde am 22.10.1943 auf Veranlassung des Gesund-heitsamtes Berlin-Neukölln mit der Polizei in die Wittenauer Heilstätten gebracht, weil sie, so der Aufnahmebericht, die öffentliche Ruhe in erheblichem Maße gefährde. Trotz Verwarnung durch den NS-Ortsgruppenleiter unterlasse sie das Schimpfen auf den Führer nicht. Diagnose: »Schizophrenie«. In den weiteren Eintragungen heißt es am 11.12.1943: »... streitet die Angaben im Einweisungsattest ab, ... scheint nicht mehr zu halluzinieren, ist aber völlig uneinsichtig.« 5.1.1944: »... uneinsichtige paranoide Kranke ..., nur wenig mit Nähen zu beschäftigen ..., zur Verlegung vorgeschlagen.« 11.2.1944: »nach Obrawalde verlegt.« Hinweise auf körperliche Erkrankungen sind der Krankengeschichte nicht zu entnehmen. Der Ehemann bittet mehrfach schriftlich um die Entlassung seiner Frau. Die Klinik verweigert sie mit dem Hinweis auf den angeblich gleichbleibenden Zustand. Zwei Tage nach der Verlegung seiner Frau am 13.2.1944 erfährt Herr B. davon und schreibt am selben Tag nach Obrawalde. Er bittet, seine Frau so bald als möglich nach Hause zu entlassen. Dr. Mootz antwortet am 18.2.1944: »´Der Zustand er Patientin ist unverändert ... kann ... nicht entlassen werden.« Der Brief wird am 26.4.1944 abgesandt. Am gleichen Tag erkrankt die Patientin an »Brustfellentzündung«. Am 29.4.1944 ist sie tot.